Akut- und Übergangspflege durch eine private Spitex

Ein Spitalaufenthalt ist für die wenigsten Menschen etwas Schönes oder besonders Angenehmes. Man befindet sich in einer fremden Umgebung, mit unbekannten Personen und ist den medizinischen Vorgängen und Abläufen um sich herum  ausgeliefert. Doch es hat meistens sehr gute Gründe warum man im Spital liegt und nicht im eigenen Bett zu Hause. Dazu gehört einerseits die umfassende, allgegenwärtige Betreuung und medizinische Versorgung durch hochqualifiziertes Fachpersonal. Aber auch einfach - je nach Schwere der Erkrankung bzw. Verletzung - die örtliche Nähe von Notfallpflegern, Ausrüstung und Material falls diese notwendig werden. So kann man sich im Spital in gesundheitlicher Sicherheit fühlen.

Jeder Spitalaufenthalt neigt sich irgendwann dem Ende entgegen. Der Spitalaustritt rückt näher. Oftmals steht man dann zuhause vor einigen Herausforderungen:

  • Worauf ist zu achten?
  • Was muss organisiert werden?
  • Wo gibt es von wem Unterstützung?

Gerne greifen wir Ihnen zu diesem Thema ein wenig unter die Arme.

 

Der Spitalaustritt rückt näher - was nun?

Ist man jung, fit, vielleicht schon vollständig genesen oder hat engagierte Familienangehörige und Bekannte, dann sind solche Fragen weniger gravierend. Für Menschen mit längeren Genesungszeiten oder ohne nah wohnende Angehörige, sind diese Fragen aber essenziell. Können sich die Patienten selbst aufgrund von Alterserscheinungen, Verletzungen oder Erkrankungen gar nicht mehr um ihre eigenen Belange kümmern, dann liegt es meist in der Hand der nächsten Angehörigen alles rund um den Spitalaustritt zu organisieren. Dazu gehört, dass die medizinische Versorgung und Betreuung im Alltag auch nach dem Spitalaufenthalt gesichert ist.

Idealerweise endet ein Spitalaufenthalt für die Betroffenen wieder im geliebten zu Hause. Auch aus finanzieller Sicht ist dies günstiger, da Krankenversicherungen zwar die Kosten der Akut- und Übergangspflege übernehmen aber nicht die Kosten für die Unterbringung ("Hotellerie") - siehe SRF-Beitrag «Übergangspflege: Die Lücke im System».

 

Für die Unterstützung zu Hause kann eine Spitex-Organisation mit der Akut- und Übergangspflege beauftragt werden. Angeordnet wird sie durch den behandelnden Arzt und dauert 14 Tage ab Spitalaustritt. Spitäler haben hierfür häufig eine Sozial- und Austrittsberatung. Nehmen Sie diese gern in Anspruch! Eine Erweiterung der Leistungen ist insbesondere durch die private Spitex möglich. Diese übernimmt nicht nur die benötigte medizinische Versorgung, sondern kann auch durch den Tag betreuen, kompetent beraten, Angehörige umfassend unterstützen und organisatorisch bei den bürokratischen Prozessen helfen. Egal wen Sie mit der Akut- und Übergangspflege beauftragen, die Kosten werden durch die obligatorische Leistung der Krankenkassengrundversicherung, der Gemeinde sowie durch die Franchise und den Selbstbehalt des Patienten getragen.  

 

Warum ist professionelle Übergangspflege so wichtig?

Die Probleme, welche ein Spitalaustritt mit sich bringen kann, fangen teilweise schon im Spital an. Werden die Betroffenen im Spital unzureichend informiert oder verstehen schlicht die Verordnungen der Mediziner nicht, sind dies keine guten Voraussetzungen für die Genesung im Alltag zu Hause. Das geliebte Daheim will zudem entsprechend vorbereitet sein und muss alle nötigen Hilfsmittel bieten. Vielleicht braucht es neue Rahmen-Bedingungen, wie zum Beispiel einen Rollstuhl, ein Pflegebett,  oder ähnliches. Auch eine unsichere Umgebung im Haushalt würde wohl bald zum nächsten Spitalaufenthalt führen.

Selbst wenn diese Rahmenbedingungen optimal sind, kann die Versorgung der Betroffenen an ihnen selbst scheitern durch problematische Medikamenteneinnahme, und unzureichende Ernährung sowie Flüssigkeitsaufnahme. Im Durchschnitt kehren laut Statistik in der Schweiz fast ein Viertel der entlassenen Patienten innerhalb eines Monats ins Spital zurück. Am Ende nützt auch das am besten vorbereitete zu Hause inklusive medizinischer Versorgung nicht vor den emotionalen und mentalen Belastungen durch Einsamkeit.

 

7 Vorteile von Akut- und Übergangspflege  durch eine private Spitex-Organisation

  • Vorteil 1:
    Professionelle Spitex-Übergangspflege, beginnt schon vor dem Spitalaustritt mit den bürokratischen Prozessen der Patientenübernahme. Private Spitex-Organisationen beraten umfassend und halten den Aufwand für den Patienten selbst oder seine Angehörigen klein.
  • Vorteil 2:
    Für die Übernahme der Kosten durch die Krankenversicherung ist eine Bedarfsabklärung unumgänglich. Die private Spitex führt diese unverzüglich durch, idealerweise innerhalb 24 Stunden nach der Austrittsmeldung vom Spital.
    Die Kommunikation zwischen den spitalinternen und spitalexternen Pflegefachpersonen läuft dabei reibungslos und Unklarheiten werden umgehend speditiv und professionell, gleich vor Ort geklärt.
  • Vorteil 3:
    Der Transport nach Hause wird entweder direkt von der privaten Spitex vorbereitet und über einen Fahrdienst organisiert.
  • Vorteil 4:
    Die Patientinnen und Patienten sowie deren Angehörige werden zu jeder Zeit umfassend vorbereitet und informiert. Sie haben einen Ansprechpartner und die gleichen Bezugspersonen. 
  • Vorteil 5:
    Sämtliche nötigen Hilfsmittel, Gerätschaften Medikamente und Folgetherapien werden durch die private Spitex beschafft oder administriert.
  • Vorteil 6:
    Die weiter behandelnden Ärzte und Therapeuten werden kontaktiert und miteinbezogen. Alle Absprachen laufen bei der privaten Spitex zusammen.
  • Vorteil 7:
    Zu Hause, in vertrauter Umgebung, beginnt die eigentliche Spitex Akut- und Übergangspflege mit professioneller medizinischer Versorgung und individueller rundum-Betreuung durch den Alltag. Ausserdem werden die medizinischen Berichte versandt und alle Kontrolltermine koordiniert.

 

Unsere praktische Checkliste für Ihren wohlorganisierten Spitalaustritt

Damit Sie den Überblick behalten, haben wir Ihnen eine praktische Checkliste erstellt. Können Sie alle enthaltenen Fragen mit gutem Gewissen für sich selbst oder Ihre Angehörigen abhaken, sollte der sorgenfreien Genesungszeit dem Spitalaufenthalt im eigenen zu Hause nichts mehr im Wege stehen.

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