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14.03.19 Dalibor Stojkov

Was pflegende Angehörige wissen sollten und tun können

Laut einem Bericht des Bundesrats von 2014 übernehmen in der Schweiz ca. 330'000 Erwerbstätige regelmässige Pflege- und Betreuungsaufgaben für ältere, kranke, verletzte oder anders benachteiligte Angehörige. Diese schwierige und unbezahlte Arbeit wird zu zwei Dritteln von Frauen geleistet, die sich aufopferungsvoll um ihre Lebenspartner, Verwandte, Freunde und sogar Nachbarn kümmern, um diesen möglichst lange viel Lebensqualität in der vertauten Umgebung zu sichern. Pflegende Angehörige leisten auf diese Weise allein in der Deutschschweiz durchschnittlich 60 Stunden jede Woche.

Dass diese körperliche, seelische und emotionale Mehrfachbelastung, zusätzlich zum eigenen Alltag, viel zu oft die pflegenden Angehörigen selbst krank macht, ist traurige Realität. Gleichzeitig ist dieses bewundernswerte Engagement aber Grundlage dafür, dass die ambulante Versorgung in der heutigen Form überhaupt existiert. Zukünftig wird sich die Situation vor allem durch die demografische Entwicklung – nämlich die "Vergreisung" der Gesellschaft – deutlich verschärfen. Gab es Ende 2017 in der gesamten Schweiz ca. 434'000 Menschen über 80 Jahre alt, werden es 2045 den Prognosen des Bundes zufolge schon über eine Million sein.

Mittlerweile hat diese gesamtgesellschaftliche Herausforderung auch die Politik erreicht. Daher werden endlich Massnahmen ergriffen und Konzepte entwickelt. Pflegende Angehörige können aber leider nicht immer warten, bis sich die Rahmenbedingungen ändern. In diesem Beitrag geben wir Ihnen einen Überblick über die wichtigsten Informationen und Möglichkeiten zur Verbesserung Ihrer momentanen Situation.

 

Das Wichtigste: Beratung und Information

Was nützt Ihnen die beste Unterstützung, wenn Sie nicht wissen, dass sie existiert? Um sich umfassend zu informieren, müssen Sie aber nicht stundenlang das Internet durchforsten, Angebote vergleichen oder Informationsmaterial lesen. Es gibt viele Anlaufstellen für eine kostenlose allgemeine Beratung oder auch zu ganz spezifischen Themen.

In unserer eigenen kostenlosen und unverbindlichen Erstberatung klären wir z.B. gemeinsam mit Ihnen Ihre individuelle Situation und die Möglichkeiten zu Ihrer persönlichen Entlastung. Sprechen Sie einfach mit uns:

Kontaktieren Sie uns

 

Auch die meisten Gemeinden haben eine Fachstelle rund um das Alter mit unabhängigen Informationen zur Pflege und Betreuung.

 

Kanton Zürich:

 

Kanton Aargau:

 

Darüberhinaus bietet Pro Senectute speziell für finanzielle Fragen wie z.B. rund um Ergänzungsleistungen sowie für eine rechtliche Beratung ebenfalls Anlaufstellen.

 

Auch das Schweizerische Rote Kreuz (SRK) hat sein Angebot zum Thema deutlich ausgebaut und bietet unter pflege-entlastung.ch ein eigenständiges Webportal.

 

Die Krebsliga bietet u.a. einen Ratgeber für pflegende Angehörige sowie kostenlose, mehrsprachige Beratung am Krebstelefon bzw. per Mail an.

 

Unterstützung annehmen ist keine Schwäche

Unterstützung annehmen und sich helfen lassen wird leider von vielen Menschen immer noch zu Unrecht als Schwäche angesehen. Es nützt niemandem etwas, wenn pflegende Angehörige bis zur Erschöpfung arbeiten, dadurch selbst in eine körperliche oder seelische Krise geraten und schlimmstenfalls den pflegebedürftigen Angehörigen das Gefühl geben, eine Belastung zu sein. Auch hält die Angst vor den Kosten viele davon ab, sich über die Möglichkeiten der Unterstützung zu informieren. Das muss nicht sein! Bei unserer kostenlosen und unverbindlichen Erstberatung helfen wir Ihnen z.B. bei der Klärung Ihrer Fragen, vermitteln Sie an die richtigen Stellen und übernehmen später im Rahmen einer Dienstleistung auch sämtliche bürokratischen Abklärungen mit den Versicherern usw. Sprechen Sie einfach mit uns:

Kontaktieren Sie uns

 

Vom SRK, Pro Senectute und der Alzheimervereinigung gibt es verschiedene Angebote für Entlastungsdienste, die den Angehörigen und Pflegebedürftigen den Alltag erleichtern:

 

Kanton Zürich

Beim SRK

Bei Pro Senectute

Bei der Alzheimervereinigung

Bei der Krebsliga

 

Kanton Aargu

Beim SRK

Bei Pro Senectute

Bei der Alzheimerverinigung

Bei der Krebsliga

 

Das SRK bietet neben den Entlastungsdiensten auch spezielle Kurse an, die pflegenden Angehörigen bei der Betreuung und Pflege helfen sollen. Manchmal reicht es aber auch schon, wenn pflegende Angehörige einfach mal ausschlafen, entspannen, sich um persönliche Angelegenheiten oder ihr eigenes soziales Netzwerk kümmern können. Als privates Spitex-Unternehmen sind wir bei Puls24Personal von früh morgens bis spät in die Nacht telefonisch erreichbar – nach Absprache sogar rund um die Uhr. Wir übernehmen sämtliche allgemeinen und spezialisierten Pflegemassnahmen für Sie, sei es nur für eine halbe Stunde oder für 24 Stunden die ganze Woche. Sprechen Sie mit uns, wir finden gemeinsam Ihre Lösung: flexibel, individuell und persönlich.

Auch moderne, technische Errungenschaften wie Staubsaugerroboter, mobile Notfallknöpfe o.ä. können Ihnen als pflegende Angehörige oder Ihren pflegebedürftigen Lieben den Alltag erleichtern. Mehr dazu in diesem SRF-Radiobeitrag.

 

Sie sind nicht allein

Es gibt zahlreiche Selbsthilfegruppen, Angehörigentreffen oder Seminare bei denen Sie sich als pflegende Angehörige mit Schicksalsgefährten austauschen, wertvolle Tipps erhalten und Netzwerke bilden können. Hier einige Kontaktdaten:

 

Kanton Zürich

Bei Pro Senectute

Bei der Alzheimervereinigung

Bei der Krebsliga

Beim Selbsthilfecenter

 

Kanton Aargau

Bei Pro Senectute

Bei der Alzheimervereinigung

Bei der Krebsliga

Beim Selbsthilfezentrum

 

Der ursprünglich Westschweizer "Tag der betreuenden Angehörigen" findet jedes Jahr am 30. Oktober statt und soll zukünftig in der ganzen Schweiz veranstaltet werden.

 

Sie sehen, Sie sind wirklich nicht alleine und es gibt Angebote sowie Möglichkeiten, wenn man nur weiss wo. Nutzen Sie die kostenlosen Beratungsmöglichkeiten bei den Gemeinden, Verbänden oder bei uns und holen Sie sich die Unterstützung, die Sie brauchen und die Ihnen zusteht.

Die Pflege von älteren Menschen ist keine Privatsache, sondern eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die sich nur gemeinsam schaffen lässt. Wir als privates Spitex-Unternehmen leisten dabei gerne unseren Teil durch kostenlose, unverbindliche Beratung und von Krankenkassen anerkannten Dienstleistungen zu Ihrer Unterstützung – ganz individuell nach Ihren Bedürfnissen.

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